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Korrekte Hilfen

Wie verständige ich mich mit meinem Pferd?

Gewichtshilfen

Gewichtshilfen unterstützen die anderen Einwirkungsmöglichkeiten des Reiters. Sie können aber nur wirksam werden, wenn der Reiter richtig am Pferd sitzt und mit den Bewegungen des Pferdes mitschwingt. Man unterscheidet

  • beidseitig und
  • einseitig,
  • belastende und
  • entlastende

Gewichtshilfen.

Schenkelhilfen

Schenkelhilfen haben die Aufgabe, das Pferd anzutreiben. Der Schenkel kann unterschiedlich treibend wirken:

  • Vorwärtstreibend:

Der Schenkel liegt am Sattelgurt und bewirkt damit ein Vorwärtsgehen (z.B. beim Anreiten aus dem Schritt!).

  • Verwahrend:

Der äußere Schenkel liegt etwa eine Handbreit hinter dem Sattelgurt (z.B. beim Reiten auf gebogenen Linien!).

Darüber hinaus gibt es noch den vorwärts/seitwärts treibenden Schenkel. Er liegt wie der verwahrende Schenkel aber wirkt aktiv ein, z.B. bei Schulterherein oder Schenkelweichen!

Zügelhilfen

Zügelhilfen entstehen durch vermehrtes Aufnehmen oder Nachgeben des Zügels, nicht etwa durch ziehen oder reißen am Zügel.

  • Zügel aufnehmen:

Die Zügel werden abwechselnd auf jeder Seite Stück für Stück bis zur passenden Länge aufgenommen.

  • Langer Zügel:

Das Pferd zieht den Zügel aus der leicht geöffneten Hand des Reiters. Dabei streckt das Pferd den Hals vorwärts/abwärts, ohne dass die Verbindung Hand-Pferdemaul verloren geht! (Das wird auch Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen genannt!)

  • Zügel hingeben:

Dem Pferd wird die volle Halsfreiheit gewährt und der Zügel an der Schnalle gehalten. Zwischen Pferdemaul und Reiterhand besteht keine direkte Verbindung.

  • Verwahrende Zügelhilfe:

z.B. in einer Wendung, hierbei begrenzt der aüßere Zügel die aüßere Schulter des Pferdes.

Paraden:

Keinesfalls handelt es sich nur um das Verkürzen des einen oder anderen Zügels.
Vielmehr handelt es sich bei einer Parade um das Zusammenspiel von Schenkel-, Gewichts-, und Zügelhilfen. Auf jedes Zügel-annehmen muss ein Zügel-nachgeben folgen! Keine Parade ohne treibende Hilfe.

Halbe Paraden werden z.B. angewendet, um das Pferd in eine niederere Gangart zu versetzen, das Tempo zu verkürzen oder das Pferd auf eine neue Lektion vorzubereiten.

Ganze Paraden bringen das Pferd aus allen Gangarten zum Stehen und sind eine Folge von Halben Paraden. Steht dass Pferd schliesslich, muss der Reiter mit der Hand leicht nachgeben.

Fazit:

Und das Schlusswort wieder aus dem FN-Buch:
Zügelhilfen immer überlegt einsetzen und mit treibenden Hilfen koppeln!

Mit freundlichen Grüssen,

Lexy - shetlandpony@gmx.at

Reiterin

Wenn Du weitere Informationen zur Zucht oder zu Pferderassen besitzt, nehmen wir sie gerne auf.

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